Montag, 21. Juli 2014

Was war was? Ska, 1. Welle !


Was war was? Ska, 1. Welle !

Wenn ich den Begriff Ska höre denke ich sofort an 2 Tone, The Specials, The Selecter und an Madness. Aber woher kommt diese Musikrichtung und woran erkennt man sie. Man unterteilt den Ska in sogenannte 3 Wellen. Die 2. Welle habe ich bewusst mitbekommen. Da dieses Thema sehr umfangreich ist, werde ich sie, wie die Wellen unterteilen.

Die erste Welle ist in den späten 50er Jahren auf Jamaika (Jamaican Ska) entstanden. Die zweite Welle (2 Tone) entstand Ende der 70er. Die dritte Welle (Third Wave) breitet sich Mitte der 80er aus.


1.  Welle der Jamaican Ska !

Die ursprüngliche, jamaikanische Welle fand Anfang der 60er Jahre statt. 1962 erlangte Jamaika die Unabhängigkeit von Großbritannien. Der Nationalstolz war dadurch sehr hoch und man war auf der Suche nach einen typischen jamaikanischen  Lebens- und Musikstil. Bis jetzt tanzte man nach jamaikanischen Mento, Jazz, Rhythm & Blues und Boogie Woogie. Diese Musik und Platten kamen aus den USA und wurden von umherreisenden jamaikanischen „Sound System Men“ (der jamaikanische DJ) von Lastwagen mit aufgesetzten Lautsprechern aus gespielt. Getanzt wurde unter freien Himmel und dies war das Gegenstück der Tanzsäle aus den USA. Als in den USA der Rock`n`Roll als neues Lebensgefühl aufkam, konnte man in Jamaika damit nichts anfangen. Erst recht nicht tanzen. Man blieb bei den gewohnten Musikrichtungen. Doch der Nachschub von neuen Platten wurde immer weniger, weil in den USA nur noch Rock`n`Roll produziert wurde. Aus dieser Not heraus begann Coxsone Dodd (ein sog. Sound System Operator) zusammen mit den späteren Skatalites, den jamaikanischen Mento mit Rhythm & Blues, Jazz und Boogie-Woogie zu mischen. Das Ergebnis war eine schnelle Musik, bei der das Schlagzeug nach Rhythm & Blues Muster den zweiten und vierten Schlag betont (Offbeat). Diese Musik war völlig anders als alles, was bisher auf Jamaika gespielt wurde. Man nannte es Ska. Zur Herkunft des Namens „Ska“ gibt es mehrere Theorien. Das Geräusch undeutlichen Spiels auf einer Gitarre, klingt wie „Skat! Skat! Skat!“. Die Betonung von Ska Beats klingt wie „ka chink“. Aber wahrscheinlich kam es aus dem arabischen skmune (schnell).


Als erste große Ska Band machten sich die „Skatalites“ einen Namen. Die Besetzung einer Ska Band besteht üblicherweise aus einer Rhythmusgruppe mit Gitarren, E-Bass, Klavier oder Hammond Orgel, Schlagzeug und Bläsern wie Saxophon, Trompete oder Posaune. Manche „Sound System Men“ begannen, der Ska Musik einen spontanen Sprechgesang über Themen, die die Menschen gerade bewegten (Armut, Unterdrückung usw.) hinzuzufügen. Die Methode wurde Toasting genannt und entwickelte sich später zum Rap weiter. Andere „Sound System Men“ experimentierten mit technischen Veränderungen der Musik wie Echoschleifen oder das Zerhacken von Tönen und nannten diesen Stil Dub. Nach der Auflösung der Ska Band „Skatalites“ und auch infolge eines extrem heißen Sommers auf Jamaika (1967) kam Ska aus der Mode. Zur Entwicklung, während der heißen Sommerperioden, wird der Ska Takt einfach gemächlicher gespielt, damit man immer noch zu den Stücken tanzen konnte. Man spielte den Ska mit weniger Bläsereinsatz und einer markanteren Basslinie. Das Ergebnis, ein gedämpfter Ska zum Mitschunkeln, wurde „Rocksteady“ genannt und entwickelte sich weiter zum heute bekannten Reggae mit seinen betont langsamen, im Gegenrhythmus gespielten Gitarrenakkorde. Ska beeinflusste auch Protopunk und auch Punkrock ist immer noch stark von Ska beeinflusst.

Seid dabei wenn ich von der 2. Welle schreibe. Ich wünsche euch noch eine schöne Woche und sage wie immer.

Ciao,
Bella Ciao.