Donnerstag, 19. Februar 2015

Was mich be….. # 1 !



Was mich be….. # 1 !

Heute möchte ich mal über ganz was anderes schreiben. Ich nenne die Reihe „Was mich be…..“. Das be….. steht für berührt, beschäftigt oder bewegt. Und heute möchte ich über ein Phänomen im rheinischen Karneval schreiben.


Wenn man Nichtkarnevalisten fragt was ihnen zu Karneval einfällt, dann wird meistens mit Rio, Brasilien und Köln geantwortet. Gefolgt von Samba, Rosenmontagszug und Karnevalsmusik. Auch ihr habt mindestens vier von den genannten Begriffen im Kopf. Wa, ich kann Hellsehen. Nun kommen wir zu dem oben genannten Phänomen.
Es ist Köln und die Musik. Die Stadt Köln wird in den meisten Liedern weltweit besungen. Genauso die Bewohner und ihre Art zu leben. Der Gesang wird in Mundart gesungen. Wenn man Fußballfan und zu Gast beim 1.FC Köln ist, dann kann man Schmähgesänge wie „Na na na, mäk mäk“ oder „Hauptstadt der Schwulen“ hören. Diese Leute sind dann die ersten die zu Karneval „Denn wenn et Trömmelche jeiht, dann stonn mer all parat, un mer trekken durch de Stadt, un jeder hätt jesaht: Kölle Alaaf Alaaf, Kölle Alaaf!“ singen. Das ist irgendwie ein Paradoxon. Ich komme auch einer Region wo der Karneval, oder wie es bei uns heißt „Faste Lier“ gefeiert wird. Auch ist der Ruf „Alaaf“. Aber bei jeder Feier diese Jahr wurde das Lied von den Brings „Ich ben ne Kölsche Jung“  gegrölt. Und wir alle waren auf einmal Kölner. Ein Phänomen was man fast überall im Rheinland beobachten kann. Außer vielleicht nicht in Düsseldorf. Denn zwischen Köln und Düsseldorf herrscht bekanntlich eine karnevalistische Hassliebe.

Ich kann jeden empfehlen, einmal einen Rosenmontagzug live zu sehen. Oder noch besser, bei einen mitmachen. Sei er noch so klein. Es ist ein ganz besonderes Erlebnis. Dann will man dies öfters machen und wir singen „Da simmer dabei! Dat es prima! VIVA COLONIA!“.

Bis nächstes joor
Ciao
Bella Ciao